Newsletter zu Rachmaninow | Tschaikowsky
Ballett von Xin Peng Wang
Musik von Sergej Rachmaninow und Peter Tschaikowsky

Rachmaninow | Tschaikowsky zählt zu Xin Peng Wangs von Publikum und internationaler Presse enthusiastisch gefeierten Schöpfungen.
Dabei wagt der Choreograf einen sehr persönlichen Drahtseilakt zwischen Bravour, Brillanz und Innerlichkeit, erkundet die Motorik und Dynamik künstlerischer Schaffensprozesse und leuchtet dabei in die Nischen und Winkel menschlicher Kreativität: Kunst nimmt in der Biographie des Künstlers ihren Anfang.

Sergej Rachmaninows 3. Klavierkonzert, dieses Feuerwerk artistischer Brillanz und Virtuosität, und Peter Tschaikowskys geheimnisumwitterte 6. Sinfonie werden für Wang zum Ausgangspunkt von Fragen an der Schnittstelle von Kunst und Leben:
Was treibt uns zu künstlerischen Höchstleistungen?
Was lässt uns wieder und immer wieder über Grenzen gehen?
Warum greifen wir nach den Sternen?

Das Herz jedes Ballettfreundes hat allen Grund, höher zu schlagen: Mit Lucia Lacarra kehrt jene einzigartige Tanzkünstlerin als Gast nach Dortmund zurück, deren unvergleichliche Kunst Xin Peng Wang zu seiner Kreation inspiriert hat. An ihrer Seite, einer der begehrtesten Solisten der internationalen Ballettwelt: Matthew Golding.

Geboren im kanadischen Saskatchewan, gewann Matthew Golding noch während seiner Ausbildung die renommierte Youth America Grand Prix Ballet Competition. 2002 errang er den Prix de Lausanne, der ihm ein Engagement am American Ballet Theatre einbrachte. Ein Jahrzehnt später dann der Ritterschlag: der Prix Benois de la Danse, der „Tanzoscar“. Als Erster Solist am Dutch National Ballet und anschließend am Royal Ballet London zählt er zu den renommiertesten Vertretern klassizistischer Tanzkunst. Gastauftritte führen ihn an die Staatsballette von München und Berlin, Norwegen und England.

Der musikalische Feinschmecker kommt an diesem Abend nicht minder auf seine Rechnung: Der Solopart in Rachmaninows berühmt-berüchtigtem 3. Klavierkonzert, für das selbst sein Schöpfer, der Klavier-Tiger Rachmaninow, acht Stunden täglich üben musste, wird von Ausnahme-Pianist Bernd Glemser interpretiert.
In die Traditionsgeschichte deutscher Klavierkunst ist er als der jüngste Klavierprofessor eingegangen: Noch als Student wurde er bereits zum Professor ernannt. Glemsers interpretatorischer Zugang zur Virtuosen-Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts (Liszt, Busoni, Skrijabin) beschränkt sich nicht auf den Kraftakt der Bewältigung, sondern macht maßstabssetzend das komplexe Wechselspiel zwischen Eindruck und Eindrücklichkeit vor dem ästhetischen wie sozio-politischen Hintergrund der Entstehungszeit deutlich.

Termine Rachmaninow | Tschaikowsky:
Sa, 07.  | So, 15.  | Fr, 20. | So, 22.  | Do, 26.  | Fr, 27. Dezember 2019
Sa, 04.  | So, 19. Januar 2020
Fr, 07. Februar 2020
Sa, 14. März 2020
Do, 25. Juni 2020

im Opernhaus Dortmund
www.tdo.li/rachmaninow